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Spannende Erlebnisse in den Sommerferien
Angebot des Jugendbüros für Kinder finanzschwacher Familien

Die Kinder lernen eine Woche lang verschiedene Künste aus den Bereichen Sport, Zirkus, Theater, Tanz und Musik kennen. Bild: zg/Thomas Rocher

Schwetzingen. Eine Woche oder auch nur ein paar Tage gemeinsam in Urlaub fahren, den Kindern ein Erlebnis schenken, von dem sie noch Wochen später ihren Mitschülern oder Kindergartenfreunden erzählen können: Für Eltern mit geringem Einkommen ist das oft nicht drin. Wer jeden Cent umdrehen muss, um über die Runden zu kommen, kann nicht noch mehrere Hundert Euro für eine Urlaubsreise beiseitelegen. Doch auch in Schwetzingen können Kinder und Jugendliche aus einkommensschwachen Familien spannende Ferien verbringen – und zwar ohne einen Cent für das Ferienprogramm zu bezahlen:
Das Ferien- und Bildungsprogramm „Lilalu“, das dieses Jahr erstmals auch in Schwetzingen stattfindet, vergibt etliche Workshop-Plätze kostenfrei. ... WEITER LESEN Bei den Ferien-Workshops erlernen die jungen Teilnehmer eine Woche lang verschiedene (Bewegungs)-Künste aus den Bereichen Sport, Zirkus, Theater, Tanz und Musik, leben ihre Kreativität aus, knüpfen neue Kontakte und stärken soziale Kompetenzen wie Selbstvertrauen und Teamfähigkeit. Die Sommer-Workshops in Schwetzingen finden von 27. August bis 2. September im Hebel-Gymnasium in Schwetzingen, Goethestraße 23, statt, zur Auswahl stehen 45 verschiedene Workshops für Kinder und Jugendliche von vier bis 13 Jahren: Akrobatik, Breakdance, Moderation, Parkour, Stunt-Action, Vertikaltuchartistik und vieles mehr.
Die Kooperationspartner des Münchner Vereins „Lilalu“, der zum 1. Mai von der Johanniter-Unfall-Hilfe übernommen wird, sind für Schwetzingen die Stadt, das Jugendbüro und der Landkreis Rhein-Neckar; die Schirmherrschaft hat Oberbürgermeister Dr. René Pöltl inne. Die Schirmherrschaft auf Landesebene hat Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann übernommen.
Das Angebot der kostenfreien Teilnahme richtet sich an Kinder und Jugendliche aus einkommensschwachen Familien. Das Kontingent der kostenfreien Plätze ist begrenzt, Informationen zur Anmeldung gibt es bei Olga Dietz, Jugendbüro Schwetzingen, Schlossplatz 4, E-Mail: kontakt@jugendbuero-schwetzingen.de, Telefon 06202/85 65 47.
Als Service für berufstätige Eltern bietet „Lilalu“ in der Zeit von 7 bis 9 Uhr morgens eine kostenlose pädagogische Betreuung an, am Nachmittag kann man zusätzlich die kostenpflichtige Plusbetreuung bis 18 Uhr buchen. Die Anmeldung für das Sommerprogramm in Schwetzingen erfolgt unter www.jugendbuero-schwetzingen.de.
Weitere Informationen zu den Workshops gibt es unter www.jugendbuero-schwetzingen.de, Telefon 06202/85 65 47, oder unter www.lilalu.org, Telefon 01801/54 52 58.
 
Lernen – spielend leicht
Kindergrabungsfläche auf der Wersau bei Reilingen

Nachwuchsarchäologen: Lennhardt Claus, Luca und Marvin Kotschenreuther. Bild: zg

Reilingen. Lennhardt Claus, Luca und Marvin stellten sich pünktlich gegen 10 Uhr auf der Schlossmühle in Reilingen ein. Lennhart Claus, der schon öfters - ob mit der Schule oder als Teilnehmer an einer Ferienfreizeitaktion - auf der Wersau zu Gast war führte seine Freunde, Marvin und Luca Kotschenreuther in die Regeln ein, die unbedingt beim archäologischen Graben beachtet werden müssen. Hell Müller vom Arbeitskreis (AK) Wersau zeigte sich erfreut, dass der Unterricht im Grünen Klassenzimmer auf so fruchtbaren Boden gefallen ist. Nachdem die Drei dann mit dem nötigen Handwerkszeug ausgestattet damit begannen, mit großem Eifer zu graben, dauerte es nicht lange, bis ein Freudenschrei erschallte und anzeigte, dass die Schüler auf ein Mauerfragment gestoßen sind. Nun begann die aufwendige Säuberungsaktion der Steine. Die Schaufeln wurden zur Seite gelegt und es durfte nur noch mit Spachtel und Besen gearbeitet werden. Bei dieser Tätigkeit tat sich Luca mit besonderer Ausdauer und Geschick hervor, während Lennhart den Auftrag erhielt die kleine Mauer zu zeichnen, was ihm sehr gut gelang. In den Pausen, die natürlich auch eingelegt werden mussten, betätigten sich die Ausgräber als Schatzsucher. Schöne Glas- und Keramikfragmente wanderten in die dafür vorgesehenen Behälter und warten nun auf ihre genaue Bestimmung und Dokumentierung. ... WEITER LESEN
Der Arbeitskreis Wersau freut sich, dass die vom Denkmalamt eingesessene Kindergrabungsfläche so gut angenommen wird. Diese Sonderaktion – die das Denkmalamt dem Arbeitskreis zugestanden hat und nach Angaben der Verantwortlichen einmalig in Baden-Württemberg ist, kann nur so lange durchgeführt werden, wie sich die Kinder an die strengen Regeln des Denkmalamtes halten.
Deshalb ist der Arbeitskreis nach eigenen Angaben darauf bedacht, die Kinder gründlich in ihre Tätigkeiten einzuweisen und gleichzeitig in spielerischer Art Grundwissen über die Geschichte der Burg Wersau und das Mittelalter zu vermitteln. Die Schlossmühle und die dortigen Ausgrabungsflächen sind kein Spielplatz; nur Kinder mit der nötigen Wissbegierde werden dort ihre Freude haben. zg
 
Vielfältige Unterhaltung und verkaufsoffener Sonntag in der City
39. Frühlingsfest in Mosbach vom 11. bis 14. Mai

Viele musikalische Auftritte werden auch bei diesem 39, Frühlingsfest in Mosbach die Besucher unterhalten. Bild: red

Langsam, aber immer kraftvoller machen sich die Vorboten des Früh-lings bemerkbar. In der Fachwerk- und Einkaufsstadt Mosbach erwacht dazu der Reigen der Feste in der Innenstadt. Den Auftakt bildet traditionell das Frühlingsfest, das in die-sem Jahr zum 39. Mal stattfindet und vom 11. bis 14. Mai wieder mit vielen musikali-schen Auftritten, einem großen Vergnügungspark sowie einem abwechslungsreichen Angebot an Speisen und Getränken ein erstes Highlight darstellt. Am Sonntag, 13. Mai, findet parallel dazu ein verkaufsoffener Sonntag der Fachgeschäfte von Mosbach Aktiv statt, der am Muttertag zum zwanglosen Bummeln und Shoppen in die City einlädt. ... WEITER LESEN
Der Cover-Band „Steampowered Aeroplan“ ist es in diesem Jahr am Eröffnungstag, Freitag, 11. Mai, vorbehalten, nach dem traditionellen Fassanstich um 17 Uhr auf dem Marktplatz ers-te musikalische Akzente zu setzen: Mit Rock, Pop und Folk, dem Stil der Band um stimmge-waltige Frontfrauen angepasst. Zwischen dem ersten Auftritt und einem zweiten von 19:30 bis 23:00 Uhr wird „Sunny Side UP“ in der Zeit von 18 bis 19:30 Uhr ihre bekannt emotional-musikalische Visitenkarte abgeben.
Musikalisch startet der Frühlingsfest-Samstag um 11 Uhr mit der Feuerwehrkapelle Hüffen-hardt, die bis 14 Uhr die Gäste unterhält. Von 15 bis 17 Uhr spielen dann die „Saxophonics“, die bereits im vergangenen Jahr begeisterten. Den Abschluss am Samstag bildet „AmoKomA“. Von 19:30 bis 23 Uhr wird die Funk- und Soul-Band ihre Leidenschaft für „Black Grooves“ ausspielen und das Publikum mit ihrer Ausstrahlung und den gefühlsbetonten Rhythmen mit-reißen.
Auch der Muttertags-Sonntag, 13. Mai, startet musikalisch klang- und schwungvoll ab 11 Uhr auf dem Marktplatz: Die ambitionierten Mitglieder von „Dixieland Mosbach“ werden bis 14 Uhr auf der Bühne stehen und mit bekannten Titel ihre Zuhörer erreichen. Um 15 Uhr geht es dann mit einem Folk-Event auf dem Marktplatz weiter, präsentiert von den „Irish-Mos-Tappers“, der Stepptanzgruppe der Ballettschule Gundula Kretschmar-Klein. Für den musikali-schen Ausklang am Sonntag wurde vom Veranstalter Mosbach Aktiv die Funk- und Soul-Band „Crossroad“ engagiert, sie präsentiert ihr weit gefächertes Repertoire von 18 bis 23 Uhr.
Was wäre das Frühlingsfest in der City von Mosbach ohne das Konzert am Montagabend? Dieser Abschluss am Montag, 14. Mai, gehört der „Freddy Wonder Combo“ von 20 bis 23Uhr. Mit Show, Können und ihrem Thema „Spaß auf der Bühne“ wird es der siebenköpfigen Band ein Leichtes sein, das Publikum mit einem tollen Auftritt mitzuziehen und damit für einen musi-kalisch begeisternden Ausklang des 39. Frühlingsfestes zu garantieren.
Mit diesem musikalischen Programm hat der Veranstalter des Festes alle Register gezogen und eine Vielfalt für verschiedene Geschmäcker und Altersgruppen zusammengestellt. Aber zur Musik gehören in Mosbach beim Frühlingsfest weitere Attraktionen: Ein wohl mundendes lukullisches Angebot an zahlreichen Ständen quer durch die Innenstadt, sowie der Vergnü-gungspark mit tollen Fahrgeschäften am Gartenweg. Zudem lässt sich auch in diesem Jahr diese bunte Mischung an Unterhaltung wieder um einen ausgedehnten Einkaufsbummel in der City ergänzen. Am Samstag haben die Mitgliedsgeschäfte der Werbegemeinschaft Mosbach Aktiv wie gewohnt bis 16 Uhr ihre Geschäfte geöffnet, die Stände auf der Straße sind teilweise länger offen. Am Sonntag, 13. Mai, öffnen die Mitgliedsgeschäfte von Mosbach Aktiv zusätz-lich für einen verkaufsoffenen Sonntag, der nicht nur den Besuchern des Festes von 13 bis 18 Uhr die Möglichkeit zum unterhaltsamen Bummeln und Einkaufen ermöglicht. Die Verkaufs-stände in der Fußgängerzone und den Gassen laden an diesem Sonntag bereits ab 11 Uhr zum Bummeln ein. red
 
„Wir wollen fahren zwischen Himmel und Erde“
Musikalische Umrahmung durch „Cantabile“ / Kamerateam zeichnet Gottesdienst auf

Im Gottesdienst bat man um den Segen. Bild: Leitheim

Mosbach. „Beeindruckend!“, meinte kurz eine Bikerin nach dem vierten Motorradgottesdienst im Biergarten der Pulverkammer am Mosbacher Schützenhaus. Es ist schon allein ein packendes Bild, wenn sich dreihundert Motorroller und Motorräder auf dem Neckarelzer „Messplatz“ treffen, ihre Fahrzeuge mit einem grünen Band als Symbol der Gemeinschaft markieren, sich zur Fahrt aufstellen und im Konvoi zum Ort des Gottesdienstes fahren. ... WEITER LESEN
Die Biker-Wirtin Bärbel Raitzig von der „Pulverkammer“ gegrüßte alle Besucher, die Biker und Nicht-Biker, zum vierten Treffen für Motorradfahrer vor dem Mosbacher Schützenhaus. Von der Seelsorgeeinheit Mosbach lud Diakon Manfred zum Gottesdienst: „Heute schon gelebt?“ ein: „Gott weiß, wir wollen raus aus der Enge des Alltags, wir wollen fahren zwischen Himmel und Erde gehalten in Gottes Hand, umschlossen in Gottes Welt. Stellen wir uns mit diesem Gottesdienst unter Gottes Schutz.“ Gemeinsam sprach man einen für Motorradfahren angepassten Psalm: „Ich will Dich loben, der Du die Straße vor mir ausbreitest, die Straße mit dem glatten Asphalt. Gott, wenn ich den Fahrtwind im Gesicht spüre, fühle ich Deine erfrischende Gunst ….“
In seiner Predigt warb Diakon Leitheim dafür, das Leben auch zu leben: „Ich glaube an einen Gott, der das Leben und die Lebendigkeit will, der mich gewollt hat, noch bevor meine Eltern wussten, dass es mich gibt, der zu mir Ja sagt, der mich liebt vorbehaltlos, ohne dass ich erst große Leistungen erbringen muss. Dieser Gott erspart mir mein Dunkel nicht. Würde er es mir ersparen, könnte ich nicht wachsen, aber er geht mit. Mitten im Dunkel ist da einer, der mir vertraut, der mich will - der mitfährt.“
Nachdem zwei Bikerinnen die Fürbitten vorgetragen hatten, sangen alle den „Irischen Segen“ mit den Zeilen: „Möge die Straße uns zusammenführen und der Wind in deinem Rücken sein. Sanft falle Regen auf deine Felder und warm auf dein Gesicht der Sonnenschein.“ Nachdem mit den Worten: „Herr und Gott, wir stehen vor deinem Angesicht und rufen zu dir. Segne diese Motorräder, ihre Fahrer und Fahrerinnen und beschütze sie vor Unglück und Schaden“ der Segen gesprochen war, versammelte man sich bei den Maschinen, um dieses Jahr unter der Regie des Fernsehens die Motoren zum Lob Gottes aufheulen zu lassen.
Der Gemischte Chor „Cantabile“ unter der Leitung des Dirigenten und Organisten Rupert Laible griff das Thema des Gottesdienstes gesanglich mit den Liedern: „Morning has broken“, „O Happy Day“, The Rose“ oder „Tears in Heaven“ auf, die sie gleichzeitig bewegend und mitreißend vortrugen. Was die jüngste teilnehmende Bikerin dazu meinte, war nicht in Erfahrung zu bringen. Sie wurde gerade trocken gelegt, Noura ist vier Wochen alt.
Die Polizeidirektion Mosbach begleitete nicht nur die Biker mit ihrem Motorradfahrer Hans Pollack auf ihrer Fahrt, sie nutzen auch die Gelegenheit, um im Rahmen des Projektes „Sicherer Neckar-Odenwald-Kreis“ mit Stellwänden über die Risiken des Motorradfahrens zu informieren und um gegenseitige Rücksichtnahme zu einzufordern.
Der Motorradgottesdienst wurde von einem Kamerateam des „LTV“, dem Landessender, aufgezeichnet und der Bericht am folgenden Montagabend in den Nachrichtenblöcken ausgestrahlt, er ist im Internet abrufbar. mle
 
Erinnerungen an das Festjahr
Bildband und Jubiläums-DVD „725 Jahre Reilingen“ liegen vor

Bild: gvr

Reilingen. Die Feierlichkeiten anlässlich des Gemeindejubiläums im vergangenen Jahr sind zwar selbst schon wieder ein Bestandteil der inzwischen 726-jährigen Geschichte der Gemeinde Reilingen – aber die über 30 Festveranstaltungen sind der gesamten Bevölkerung noch in bester Erinnerung. Damit dies auch so bleibt, wurden in den vergangenen Wochen ein Festbuch und eine DVD zusammengestellt. Da Bilder nicht nur im digitalen Zeitalter, sondern schon immer mehr sagen als zu viele Worte, ist ein 196-seitiger Bildband entstanden, der das Festjahr nochmals Revue passieren lässt. Josef Dufrin, Otmar Geiger und Sabine Petzold hatten als zuständiges Redaktionsteam bei der Auswahl der Fotos die Qual der Wahl: Aus den über 4500 eingereichten Fotos galt es, die schönsten, wichtigsten und auch bewegendsten Momente des Jahres 2011 auszuwählen. Mit einer Mischung aus 544 Schnappschüssen zahlreicher Reilinger, kreativen Aufnahmen von örtlichen Fotokünstlern und erinnernswerten Eindrücken aus den Kameras von Fotojournalisten und Berichterstattern bietet der Bildband „Erinnerungen an das Festjahr 2011“. Obwohl alle Veranstaltungen des Festkalenders berücksichtigt wurden, erhebt die Auswahl der Bilder nicht den Anspruch auf Vollständigkeit. „Die Fotos stellen bewusst nur einen kleinen Ausschnitt, quasi eine Momentaufnahme des Festgeschehens dar und lassen somit genügend Raum für eigene Erinnerungen“, sagt Sabine Petzold, die als Vorsitzende der Kultur- und Sportgemeinschaft (KuSG) zugleich auch als stellvertretende Vorsitzende des Festkomitees das Jubiläumsjahr aktiv mitprägte. ... WEITER LESEN
Das Festbuch bietet aber nicht nur fotografische Rückblicke auf das 725-jährige Gemeindejubiläum, sondern fasst auf knapp zehn Seiten auch die jüngsten Erkenntnisse der Heimatforschung zusammen. Im Mittelpunkt stehen dabei die archäologischen Ausgrabungen im Bereich der ehemaligen Burg Wersau, aber auch der örtlichen Kirchen- und Pilgergeschichte sind einige Abschnitte gewidmet.
Wer mehr Freude an bewegten Bildern hat, darf sich auf die Jubiläums-DVD freuen. Alexander Geiger von „ReilingenTV“, einem Dokumentationsprojekt der Kultur- und Sportgemeinschaft, hat aus mehr als 100 Stunden Videomaterial gleich zwei Filme zusammengestellt, die in knapp zwei Stunden noch einmal die Festveranstaltungen des Jahres 2011 lebendig werden lassen. Während der eine Film quasi eine Chronik darstellt, kommentiert in einem „Special“ Bürgermeister Walter Klein seinen ganz persönlichen Jahresrückblick.
Den Bildband und die Jubiläums-DVD gibt zum Maibaumfest am Montag, 30. April, am Rathaus, ab dem 2. Mai dann im Bürgerbüro im Rathaus sowie in den örtlichen Geschäftsstellen der Sparkasse Heidelberg und der Volksbank Kur- und Rheinpfalz. zg
 
Auf Augenhöhe mit dem Kölner Dom
Schloss Schwetzingen gehört einer Umfrage zufolge bei ausländischen Touristen zu den zehn beliebtesten nationalen Reisezielen

Bei ausländischen Besuchern äußerst beliebt: Stadt und Sommerresidenz. Bild: Frei/Otto Braasch

Schwetzingen. Unter den beliebtesten hundert Reisezielen in Deutschland gehört das Schwetzinger Schloss zu den ersten Zehn. Dies ist das etwas überraschende Ergebnis einer Umfrage der Deutschen Zentrale für Tourismus (DZT) unter 5500 ausländischen Gästen.
Mit einem Platz unter den Zehn beliebtesten Reisezielen in Deutschland reiht sich die Sommerresidenz Schwetzingen direkt nach prominenten Sehenswürdigkeiten wie den Schlössern Heidelberg und Neuschwanstein, dem Kölner Dom, dem Brandenburger Tor, der Frauenkirche Dresden, dem Hamburger Hafen, der Loreley und Schloss Sanssouci in die Beliebtheitsskala ausländischer Touristen ein. ... WEITER LESEN
Oberbürgermeister Dr. René Pöltl ist begeistert von dieser Nachricht, die „gerade rechtzeitig zu Beginn der touristischen Hochsaison - der Spargel- und Festspielzeit - einen zusätzlichen Anreiz für einen Besuch in Schwetzingen bietet. Mit Sicherheit haben die neuen Werbeauftritte des städtischen Tourismusmarketings und der „Staatlichen Schlösser und Gärten“ und die Bewerbung auf Aufnahme in die UNESCO-Weltkulturerebeliste, über die Ende Juni, Anfang Juli in St. Petersburg entschieden wird, zusätzlich zu diesem Erfolg beigetragen“, so Pöltl.
Die Deutsche Zentrale für Tourismus (DZT) hatte sich nach Angaben der Verwaltung in einer Umfrage an die ausländischen Gäste gewandt, um eine Liste der hundert beliebtesten Sehenswürdigkeiten zu ermitteln. „Deutschland begeistert unsere ausländischen Gäste mit seinen Sehenswürdigkeiten. (...) Mit dieser erfolgreichen Aktion der DZT wird sicherlich die Neugier vieler Menschen geweckt, ihren Urlaub in Deutschland zu verbringen“, sagt Ernst Burgbacher, MdB, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Wirtschaft und Technologie und Beauftragter der Bundesregierung für Mittelstand und Tourismus.
Vom 3. Februar bis 15. März konnten Interessierte sich in 26 Sprachen im Internet unter www.germany.travel und auf den Facebook-Profilen der DZT an der Umfrage beteiligen. Über 18 000 Teilnehmer haben die Umfrage angeklickt, 5500 ihre drei persönlichen Top-Sehenswürdigkeiten angegeben. Die Ergebnisse fließen in die Entwicklung einer „App“, also eines kleinen Dienstprogramms für Smartphones und Tabletcomputer ein, die ab Sommer 2012 auf Englisch und Deutsch über den App-Store und als Android-Version verfügbar sein soll.
„Reisende nach Deutschland haben so bereits vor Reiseantritt die Möglichkeit, sich umfassend zu informieren und Anregungen für mögliche Reiseziele oder Ausflüge zu erhalten“, heißt es dazu in einer Pressemitteilung. Die „App“ werde zu jeder Sehenswürdigkeit eine Kurzbeschreibung, Fotos und Informationen zu Öffnungszeiten, Eintrittspreisen und Anfahrt enthalten – neben Neuschwanstein nun eben auch ganz prominent zum Schwetzinger Schloss. gvs/red
 
Original handsigniertes 1899-Trikot für den tapferen Luan
Die Mannschaft hat komplett für ihren Fan unterschrieben

Von links: Hoffenheims Sportchef Markus Babbel, TSG-Präsident Peter Hofmann, Luan Hysaj mit Vater Mino. Bild: BWA

Sinsheim. Für den achtjährigen Luan Hysaj ist ein Herzenswunsch in Erfüllung gegangen. Der BAZ-Bericht in der Osterausgabe über den an den Rollstuhl angewiesenen Jungen aus Sinsheim-Rohrbach hat für große Aufmerksamkeit bei den Lesern gesorgt. Seit seinem zweiten Lebensjahr leidet Luan an einer Entwicklungsverzögerung. Die Ärzte diagnostizierten eine Muskeldystrophie, eine Art Muskelschwäche und Muskelschwund. Diese unheilbare Erkrankung hat zur Folge, dass die jeweiligen Betroffenen eine Lebenserwartung von 18 bis 26 Jahren haben. Bei Bewegungen von Armen und Beinen ist bei Luan die kontinuierliche Verschlechterung seines Gesundheitszustandes festzustellen. In den Folgejahren sind Verschlechterungen beim Sprechen und Atmen zu erwarten. ... WEITER LESEN
Sein großer Rückhalt ist der alleinerziehende 42-jährige Vater Mino. Der gebürtige Albaner kümmert sich führsorglich und aufopferungsvoll um seinen kranken Sohn.
Der Verein „Aktion Kinderträume eV“ unter der Schirmherrschaft von Margit Tönnies, der Ehefrau des Schalke-Präsidenten Clemens Tönnies, hat im vergangenen Dezember der Familie Hysaj einen neuen VW-Caddy mit Spezialausstattung für Rolli-Fahrer zur Verfügung gestellt. Damit können die Probleme des Transportes im Alltag besser gemeistert werden. Luan war es somit auch möglich erstmals Bundesligaspiele seines Lieblingsvereins 1899 Hoffenheim in der benachbarten Rhein-Neckar-Arena zu besuchen.
1899 Hoffenheim hat auf den BAZ-Bericht reagiert und sich spontan dazu bereiterklärt Luans großen Wunsch nach einem 1899-Trikot zu erfüllen.
Beim zweiten Stadionbesuch am vergangenen Samstag bei der Partie 1899 Hoffenheim gegen Bayer 04 Leverkusen erhielt er von TSG-Präsident Peter Hofmann und Sportchef Markus Babbel eine Stunde vor Anpfiff auf dem Rasen der Rhein-Neckar-Arena ein original handsigniertes Trikot überreicht. Die Rückseite ziert Luans Namenszug und die Rückennummer 1899.
Der überglückliche Hoffe-Fan: „Es ist ganz toll, dass ich jetzt mit dem Hoffenheim-Trikot die Spiel anschauen kann. Hier im Stadion ist es viel besser als Zuhause vor dem Fernseher.“
Gefreut haben sich Luan und sein Vater über die aufmunternden Worte von Babbel: „Die Mannschaft hat komplett für dich unterschrieben und wünscht dir alles Gute. Wir hoffen du besuchst weiterhin unsere Spiele und drückst dem Team die Daumen.“ Präsident Hofmann war sehr betroffen von der schweren Krankheit des Achtjährigen: „Als wir den Bericht in der BAZ lasen war uns sofort klar, dass wir auch hier helfen würden und dem Wunsch nach einem Trikot nachkommen.“
Vater Mino: „Für meinen Sohn war es heute nach dem ersten Stadionbesuch gegen Schalke ein weiteres unvergessliches Erlebnis. Er wollte noch am Abend nach dem Leverkusen-Spiel das Trikot nicht aus den Händen geben. Luan war sehr stolz und glücklich.“
Das Daumendrücken bei den Rolli-Plätzen auf der Gegengeraden half letztendlich nicht bei Hoffenheims unglücklicher 0:1 Heimniederlage. Dennoch dürfte Luan zu den wenigen Gewinnern unter den Kraichgauer an diesem Samstag gezählt haben. Jürgen Bauer
 
Schauen, Informieren, Genießen und Einkaufen
„Tour de Sulzfeld“ mit verkaufsoffenem Sonntag am 6. Mai

In diesem Jahr wird der Transfer der Gäste durch Pferde-Planwagen durchgeführt - nicht wie bisher mit dem Tour-Bähnle. Bild: Gross

Sulzfeld. Der Gewerbe- und Verkehrsverein Sulzfeld e.V. veranstaltet unter dem Motto schauen, informieren, genießen und einkaufen eine Neuauflage seiner im weiten Umkreis bekannten „Tour de Sulzfeld“, eine Tour, die die Besucher systematisch durch Dorf und angrenzende Gemarkung Sulzfeld führt.
Die gastronomischen Betriebe Sulzfelds laden ab 11Uhr zum Frühschoppen oder zum Mittagstisch ein. Beginnen Sie Ihren Rundkurs durch Sulzfeld beim Sportzentrum, im Festzelt auf dem REWE-Parkplatz, in der Mühlbacher Straße oder auf der frisch renovierten und umgebauten Burg Ravensburg.
Von 13 bis 18 Uhr schließt sich der verkaufsoffene Sonntag an.
Zwanzig Firmen aus Handel, Dienstleistung und Gewerbe präsentieren eine breite Angebotsvielfalt in ihren Betriebsstätten, für Unterhaltung und Abwechslung ist im gesamten Veranstaltungsgebiet gesorgt, ein kostenloser Transfer- und Shuttle-Service verbindet die Stadtbahnhaltestelle S4 mit den einzelnen Standorten. ... WEITER LESEN
Den Schwerpunkt des verkaufsoffenen Sonntags bilden die in der Mühlbacher Straße ansässigen Fachgeschäfte Reise- und Versicherungsbüro Bergsmann (Glücksrad), Gärtnerei Förster (Bowlebar), Heizungsbau Hans-Peter Treutle, Photovoltaik Thomas Bilger und Sport- und Modetreff Hildebrand, unterstützt von der Winzergenossenschaft Sulzfeld (Weinprobe), dem Straßencafe Finck und der Gaststätte Hirsch mit Grillstation und Bierstand. Flankiert wird dieser Schwerpunkt von Zweirad-Schmidt in der Neuhöfer Straße, hier können ab 13 Uhr E-Bikes getestet werden.
Elektro-Schäfer in der Hauptstraße veranstaltet eine große Tombola, die Diakoniestation in der Kronenstraße (Verkauf von fair gehandeltem Kunstwerk) und die Sulzfelder Puppengalerie (Ausstellung Puppen von damals und heute) in der Hauptstraße warten mit Kaffee und Kuchen auf.
In der Scheffelstraße erwartet die Besucher fashion4you, dort findet bei Kaffee und Cocktail jeweils um 14.30 und 16.30 Uhr eine Modeschau statt.
Beim Autohaus Büchle (Ausstellung der neuesten Suzuki-Pkw-Modelle) in der Ochsenburger Straße biegen Sie ab zu Mayer Möbelmanufaktur und erleben beim „Tag der gläsernen Produktion“ einen faszinierenden Einblick in die individuelle Möbelproduktion.
Die Gärtnerei Pfettscher (Bewirtung im Gartenparadies bei Blütenzauber und Kräuterduft) und die Burg Ravensburg bilden das Ende oder den Anfang der „Tour de Sulzfeld.‘“
Entgegengesetzt am anderen Ortsende erwartet Sie die Kooperation Metzgerei Sauter und REWE-Markt Ströhmann mit Bewirtung, Sektstand, Festzelt und Hüpfburg – hier werden Eintrittskarten der Rhein-Neckar-Löwen verlost und die bereitstehenden Rikschas laden zur Fahrt durch Sulzfeld ein. red
 
Badische Anzeigen Verlags-GmbH, Schwetzingen, 2010

 

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